Unkonzentriert und unruhig - ADHS bei Erwachsenen
Schwierigkeiten bei der Sache zu bleiben, Gesprächen zuzuhören, schnelle Ermüdungserscheinungen, Tagträumereien – immer öfter liest man von der „Modekrankheit“ ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung, früher auch Zappel-Philipp-Syndrom genannt). Zwar täuscht diese Wahrnehmung offensichtlich, denn dass ADHS zugenommen hat, konnte bisher nicht wissenschaftlich belegt werden. Man nimmt jedoch an, dass die Diagnose ADHS heute eindeutiger gestellt werden kann als früher und dass die Zunahme von Stress und Hektik in den letzten Jahrzehnten die Symptome eindeutiger hervortreten lässt. Insgesamt geht das Bundesministerium für Gesundheit davon aus, dass 2 bis 10 Prozent aller Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen an ADHS leiden. Jungen sind 3 - 9 mal häufiger betroffen als Mädchen. Bei vielen beginnt die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung erst in der Pubertät, nicht selten bleibt sie jedoch bis in das Erwachsenenalter bestehen. Vermutlich etwa ein Prozent aller Erwachsenen leidet an ADHS.
Die Symptome
Man kann sich oft nicht lange konzentrieren, vermeidet gerne Arbeiten, die Durchhaltevermögen erfordern, vergisst, was man gerade tun wollte, verliert Dinge und kann schlecht mit Kritik im beruflichen Alltag umgehen. ADHS erkennt man zum Beispiel an einem starken Bewegungsdrang (ruhig sitzen fällt schwer, Kribbeln in Armen und Beinen), an einer inneren Unruhe oder Problemen, sich auf ruhige Tätigkeiten zu fokussieren. Dies sind jedoch nur einige mögliche Symptome, die aber nicht alle bei ein und demselben Menschen auftreten müssen.
Die Diagnose
Diese Symptome sind nicht spezifisch für ADHS, da sie auch bei körperlichen oder anderen psychischen Krankheiten vorkommen können. Daher sollte man sich dringend von einem Allgemeinarzt untersuchen lassen. Wenn sich dann die Vermutung erhärtet, es könnte sich um ADHS handeln und die Hauptsymptome mehr als sechs Monate anhalten, sollten weitere Fragen abgeklärt werden. Zwar weiß man bis heute noch nicht eindeutig, woher ADHS kommt, doch man geht mittlerweile von einer Störung im Frontalhirn aus. Als sicher gilt hingegen, dass ADHS nicht wie früher vermutet, durch Fehler in der Erziehung oder psychosoziale Störungen ausgelöst wird. Man vermutet jedoch, dass diese die Ausprägung von ADHS begünstigen können.
Die Therapie
In der psychotherapeutischen Praxis Schlafer in Laim suchen wir gemeinsam nach den Ursachen. ADHS kann durch bestimmte Verhaltensweisen und Entspannungstechniken wesentlich gelindert werden. Durch eine geeignete Therapie in der Praxis Schlafer in Laim lernen Betroffene, ihr Potenzial zu nutzen und mit Schwächen umzugehen. Die Therapie soll dazu führen, dass sich berufliche Leistungen, soziale Kompetenz und Selbstwertgefühl wieder verbessern.
