Die Angst vor der Angst
Unser Alltag wird immer schnelllebiger und stressiger. Wenn in Zeiten wirtschaftlicher Krisen das Leben unsicherer, unplanbarer und einzelkämpferischer wird, nehmen im Zusammenspiel mit anderen Faktoren (genetische Disposition, Lebenserfahrungen, usw.) Panikattacken, Prüfungsangst, Phobien, soziale Ängste oder generalisierte Angststörungen immer weiter zu.
Die Auslöser
Schätzungsweise jeder Sechste leidet im Laufe seines Lebens unter Angst- oder Panikgefühlen. Diese können sich auf bestimmte Situationen (z.B. Flugzeugreise, offene Plätze, große Menschenmengen; Fachbegriff Agoraphobie), Objekte (z.B. Spinnen, Blut, hohe Gebäude; Fachbegriff Spezifische Phobie) oder den Umgang mit Menschen (Fachbegriff Soziale Phobie) beziehen. Panikattacken können aber auch ganz plötzlich, ohne spezifischen Auslöser auftreten („wie aus heiterem Himmel“, Fachbegriff Panikstörung) oder sich als allgemeine Ängste, andauernde Anspannung und Sorgen auf das gesamte Leben ausdehnen (Fachbegriff Generalisierte Angststörung).
Die Symptome
Die Angst äußert sich in negativen Gedanken (z.B. Angst plötzlich zu sterben, die Befürchtung, geliebte Personen oder die Kontrolle zu verlieren, verrückt zu werden). Diese gehen mit heftigen körperlichen Reaktionen einher, die von mehreren Minuten bis zu einer Stunde andauern können: Hitzewallung, Übelkeit, Schwindel, Zittern, Herzrasen, Atemnot. Viele Menschen vermuten hinter dem starken Unwohlsein eine körperliche Erkrankung und suchen deshalb einen Arzt auf. Dies ist auch durchaus sinnvoll, da einige (vor allem kardiologische) Krankheiten ausgeschlossen werden müssen. Wird jedoch keine körperliche Ursache gefunden, leben die Betroffenen mit der Ungewissheit, was die starken Symptome zu bedeuten haben und befürchten jederzeit einen Rückfall („Angst vor der Angst“).
Für viele Menschen bedeutet ihre Angsterkrankung eine starke Einschränkung im alltäglichen Leben: Sie verlassen ihre Wohnung nur noch selten, brechen Freundschaften ab oder können ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen.
Die Therapie
Angst- und Panikattacken sind jedoch seelische Störungen, die man gut therapieren kann – die Erfolge gehören zu den größten der Verhaltenstherapie. Wenn Sie unter Ängsten oder Panikgefühlen leiden, sollten Sie also nicht zögern, sich Hilfe zu holen. Die Therapie der psychotherapeutischen Praxis Schlafer in Laim ist darauf ausgerichtet, Ihnen so schnell wie möglich Ihre Selbstbestimmtheit und Lebensqualität wiederzugeben. In den Therapiesitzungen werden wir uns damit beschäftigen, wodurch Ihre Angst entstanden ist und wie sie aufrechterhalten wird. Sie lernen konkrete Methoden und Strategien, wie Sie durch veränderte Denk- und Verhaltensmuster den Teufelskreis der Angst durchbrechen können. So gelingt es Ihnen im Verlauf der Therapie, Ihre Bewegungsfreiheit und Ihre Lebensfreude zurückzuerobern.
