Wenn der Schlaf nicht kommen will
Schäfchen zählen oder eine heiße Milch mit Honig – nichts hilft, Sie können einfach nicht einschlafen. Oder Sie wachen mitten in der Nacht auf und können kein Auge mehr zumachen. Unruhig wälzen Sie sich im Bett hin und her, starren an die Decke und werden immer nervöser, weil Sie am nächsten Morgen ausgeruht sein müssen. Doch je mehr Sie den Schlaf erzwingen wollen, umso schlechter können Sie einschlafen.
Schätzungsweise 25 Prozent der Deutschen sind davon betroffen, fühlen sich früh wie gerädert und starten ohne jegliche Energie in den Tag.
Psychotherapeuten unterscheiden folgende Arten der Schlafstörung:
- Insomnien nennt man es, wenn ein Mensch nicht den Schlaf bekommt, den er sich wünscht. Er kann nicht einschlafen oder wacht mitten in der Nacht auf.
- Schlafzwang ist genau das Gegenteil davon. Die Betroffenen schlafen urplötzlich tagsüber ein (Fachbegriff Narkolepsie), obwohl sie wach bleiben möchten.
- Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus entstehen häufig durch Schichtarbeit oder Zeitzonenwechsel. Manchmal sind sie aber auch nicht freiwillig gewählt, sondern haben körperliche, neurologische Ursachen.
- Parasomnie ist der Fachbegriff für Schlafwandeln und schwere Alpträume. Sie können durch eine Aktivierung des Zentralnervensystems über die Skelettmuskulatur und das autonome Nervensystem entstehen.
Die Auslöser
Wenn Menschen nicht richtig schlafen können, kann das viele Ursachen haben. In etwa 15 Prozent der Fälle sind hormonelle Schwankungen Schuld daran. Manchmal wird dann eine Untersuchung im Schlaflabor notwendig, um zum Beispiel Atemprobleme auszuschließen. Häufig sind es jedoch seelische Befindlichkeiten, Stress und Druck im Alltag, die einen keine Ruhe finden lassen (Fachbegriff chronisch erhöhtes physiologisches Erregungsniveau).
Die Symptome
Wir brauchen unseren Schlaf, um uns zu erholen. Bekommt der Körper nicht ausreichend Ruhe, reagiert er mit Konzentrationsproblemen, Reizbarkeit, Erschöpfung und depressiven Verstimmungen. Menschen, die zu wenig schlafen, werden leichter krank, weil ihr Immunsystem geschwächt wird, sie haben Verdauungsschwierigkeiten oder keinen Appetit. Ein erholsamer Schlaf ist nicht nur für den Körper wichtig, wie man früher dachte. Er dient auch der geistigen Erholung, da wir die Erlebnisse des Tages in der Nacht verarbeiten, Erfahrungen im Gedächtnis speichern und Lösungen für unsere Probleme entwerfen. Manche Menschen versuchen dann mit Medikamenten und Alkohol dem Schlaf auf die Sprünge zu helfen – die Gefahr einer Abhängigkeit ist dann sehr groß.
Die Therapie
In der psychotherapeutischen Praxis Schlafer in Laim legen wir besonderen Wert darauf, Ihren ganz individuellen Bedürfnissen in der Therapie gerecht zu werden. Wir untersuchen gemeinsam die besondere Ausprägung Ihres Schlafproblems, sowie deren Auswirkungen auf Ihre persönliche Lebenssituation. Schritt für Schritt werden verschiedene Lösungsstrategien erprobt und in den Alltag integriert. Dazu gehört u. a. auch herauszufinden, mit welchen Entspannungs- und Stressbewältigungstechniken Sie langfristig Erfolg haben werden.
